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1905 - 1995

Vingst 05 - Eine sehr, sehr lange Geschichte!

Zusammengestellt von W. Zehnpfennig unter Verwendung von Unterlagen der ehemaligen Vorstandsmitglieder Mitgliedern Herr Rektor Paul Jochheim und Herrn Heinz Klaes.


 

Die allgemeinen Lebensbedingungen waren um die Jahrhundertwende ein wesentlicher Grund für Jugendbestrebungen, in aktiver, sportlicher Betätigung einen Ausgleich für die beruflichen Belastungen zu suchen. Vorausgegangen waren durch die Industrialisierung ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die enorme Vergrößerung auch unserer Ortschaft; die Großbauern waren nicht mehr die alleinigen Arbeitgeber. Der Kreis der Tagelöhner, die neben einem kleinen Besitztum einige Äcker Land und Garten besaßen, wuchs zusehends, da in den entstandenen Fabriken zahlreiche Arbeitskräfte gebraucht wurden.

So gründete 1865 Martin Neuerburg mit Sievers und Breuer die Maschinenfabrik für den Bergbau SIEVERS & CO. Dieses Unternehmen wurde 1871 zu Ehren von Bergassessor und Naturforscher Alexander von Humboldt in Maschinenbau-AG HUMBOLDT umbenannt. Nach einer Reorganisation durch Eugen Langen wurden ab 1895 auch Dampfturbinen und Lokomotiven gebaut. Dieses Unternehmen entstand zum großen Teil auf Vingster Boden, denn die Ortsgrenze verlief entlang der Dillenburger- bis zur Rolshoverstraße und von dort in Richtung Poll bis zur Gremberger Straße zurück zum Gremberger Wäldchen. Unser Ort verdoppelte durch diese Industrialisierung die Einwohnerzahl, und Kalk wurde zur Großortschaft. Gleichzeitig gründeten N.A. Otto und Eugen Langen 1864 die Firma Nikolaus August Otto & Cie., die erste Motorenfabrik der Welt, die 1872 als Gasmotorenfabrik Deutz A.G. auf der rechten Rheinseite neu erbaut wurde. Um diese beiden großen und viele kleinere Unternehmen wurden die Ortschaften dichter und dichter besiedelt. Zahlreiche Menschen wurden erstmals mit Geld statt mit Deputaten entlohnt.

Die Lebensbedingungen veränderten sich sehr schnell. Die lange Arbeitszeit und die oft langen Anmarschwege zur Arbeitsstätte verlangten Ausgleich und Erholung, da Urlaub oder Ferien damals unbekannt waren.

In diesem Entwicklungsstadium suchte die Jugend ausgleichende sportliche Betätigung. Es war ein Suchen, denn es existierten kaum Sportvereine und es gab keine Sportartikel. Einer der ersten Gruppensportler im Vingster Raum war ein Wander- und Radfahrerclub, dessen sportliche Tätigkeiten von dem Drill der Wilhelminischen Epoche geprägt wurden. Wenig Verständnis, sogar massive Ablehnung der Öffentlichkeit wurden 1904 den sich bildenden Fußball-Vereinsgruppen Borussia und Concordia entgegengebracht, denn diese neue Sportart galt als Jugendverrohung. Vingst war zu dieser Zeit eine eigene Gemeinde mit Brügermeister Kuth, Hatte 2 Schulen und ein Altenheim mit öffentlicher Badeanstalt.

Am Buß- und Bettag, dem 19.11.1905, beschlossen die Mitglieder beider Vereine einstimmig, sich zu dem Vingster Fußballclub 05 zusammenzuschließen. Die Vereinsgründer waren:


 

Der Sportplatz wurde zur Kampgasse verlegt. Trotz starker Widerstände von allen Seiten fanden die jungen Jänner Mittel und Wege, Vereinssport zu treiben. Auf der Hauptversammlung waren 2 Vertreter des Verbandes anwesend, um Politische Tendenzen zu kontrollieren (abgelehnt wurden Sozialdemokraten). Die Aufnahme in den Rheinisch-Westfälischen Spielverband erfolgte am 1. Mai 1906, der sich später in den Westdeutschen Spielverband umorganisierte. Ab diesem Datum begann der regelmäßige Spielverkehr und wenig später die Aufwärtsentwicklung des Vereins. Bereits 1908 wurde mit einem Sieg auf dem Bonner Graf-Adolf-Platz über die dortige Borussia die Gruppenmeisterschaft und damit der Aufstieg in die B-Klasse erreicht Meistermannschaft:


 
Ludwig Baumeister
Ernst Esch
Jean Flor
Jakob Hamacher
Adam Röttgen
Karl Schmilz
Willi Schneider
Wilhelm Stute
Sebastian Veith
Fritz Weichold
Julius Wipplinger



 
Das Foto der Meistermannschaft fehlt leider.
Die Spieler sind jedoch noch bekannt.
 
Jean Flöh, Fritz Weichold, Adam Röttgen, M. Ahmann, H. Schmidt, I. Tüttenberg, Serv. Wolf, W. Tüttenberg, L. Ahmann, K. Schwerzel und W.Schneider  



 

Wichtig für die neuen Anforderungen an die l. Mannschaft war endlich die Klärung der Platzfrage, die mit der Übersiedlung zum Josefinenhof räumlich eine gute Lösung fand und von längerer Dauer war.
Vorausgegangen waren Platzwechsel am laufenden Band. Nach Hin und Her im eigenen Ort landeten die Fußballbesessenen zeitweise auf einem Heidestück in Ostheim und danach auf der Merheimer Heide.
Die eigenständige Gemeinde Vingst wurde 1910 in die Stadt Köln eingemeindet, mit der Abmachung, ständig einen Stadtverordneten stellen zu können.

Bezeichnend für die breite Vereinsarbeit war die Meisterschaft der 2. Mannschaft in der Spielzeit 1910/11 in der Klasse II B und die steigende Spielstärke der l. Mannschaft, die bereits mit Abschluss der Spielzeit 1913/14 die Gruppenmeisterschaft der B-Klasse errang. In den nachfolgenden Spielen der Gruppenmeister erbrachten Siege über Viktoria Köln und Borussia Bonn die Meisterschaft des Südkreises.

Das weitere Aufstreben des Vereins unterbrach der bald einsetzende Krieg, der aber nicht verhindern konnte, dass die Daheimgebliebenen aktiv blieben. Erstaunlich aktiv sogar, denn der Verein pachtete ein Gelände an der Germaniastraße, womit die große Zeit des Vingster Fußballsports für die nächsten 50 Jahre begann. Der Platz grenzte im Westen direkt an die Germaniastraße (erkennbar im Luftbild Seite 136 rechtsrheinisches Köln, Jahrbuch für Geschichte und Landeskunde Band 16). Zeitgleich mit dieser Umsiedlung erfolgte auch die Umbenennung in Sport- und Spielverein 05 Köln e.V., der zu entnehmen ist, daß die Aufnahme weiterer Sportarten in den Verein für die Wahl des neuen Namens ausschlaggebend war.


 

Während der Kriegsjahre leitete der talentierte Martin Franke die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes und die Nachwuchsförderung. Waren bisher bei uns Jugendliche nicht in geschlossenen Jugendmannschaften aktiv, so hatte die Ausstrahlung des Fußballspiels zur Folge, dass Jugendliche und auch Kinder auf Straßen und Plätzen einem runden Ding, manchmal sogar einem echten Fußball, nachjagten. Dieser Umstand veranlasste Lehrer Leo Kammer von der Volksschule Lustheide Straße, den jungen Paul Stahlschmidt mit der Bildung einer Vereinsjugendmannschaft zu beauftragen. Mit dem Eintrittsdatum dieses Spielers in den Verein, den 1.4.1918, kann man den Beginn unserer Jugendabteilung festlegen. Es ist uns eine Freude, diesen Veteranen unseres Vereins als heute 91-Jährigen gut versorgt im Vingster Seniorenheim zu wissen.

Erst gegen Ende des 1. Weltkrieges wurde die Vereinsarbeit kurz unterbrochen. Obwohl 30 junge Menschen nicht in unseren Kreis zurückkehrten, blühte trotz Elend und Not das Vereinsleben wieder auf. Die Freude des Wiedersehens, das Daheimsein und die Gewissheit, dass die Tage des Schreckens vorüber waren, werden die Kraft zu diesem Elan gegeben haben.

Während danach die 1. Mannschaft in der A-Klasse des rheinischen Südkreises mit wechselndem Erfolg spielte, aber nie in Klassenschwierigkeiten geriet, etablierten sich die A1-Jungen zu einer Erfolgsmannschaft. Bereits 1920 überlegener Gruppenmeister, unterlag sie mit 1:2 im Endspiel um die rechtsrheinische Jugendmeisterschaft.

Bereits im folgenden Jahr erreichte sie das Endspiel um die Kölner Jugendmeisterschaft, dasin der Verlängerung 1:2 gegen den K.C.F.R. auf dem KBC Platz verloren wurde.


 
Meistermannschaft 1913/14
J. Klein, K. Behner, M. Franket, Math. Ahmann, Mich. Krämer, Fr. Zeheng, Fr. Friesenberg, W. Raderschatt, Jos. Unkel, Ludh. Ahmann und Fritz Weichold  



 
Die 1.Vingster Jugendmannschaft im 2. Spieljahr
Lehrer Leo Kammer, Willi Braun, Karl Behner, Paul Stahlschnüdt, Jean Specht, Josef Krämer, Jean Huck, Willi Hoser, Georg Hackbardt, Max StoBenwerg, Willi Becker und Peter Hachenberg.  



 

Diese Mannschaft um Stahlschmidt und Stollenwerk verstärkte 1922 unsere 1. Mannschaft, die eines der ersten Spiele in V.F.B. Hilden absolvierte, wo der Unparteiische nicht anpfeifen wollte, da von Vingst nur eine Jugendmannschaft angereist war. Nach Klärung der Sachlage begann das ungleiche Spiel, das zum Erstaunen aller 2:2 endete.

Die sich anschließenden Erfolge dieser Nachwuchself belebten das ganze Vereinsleben. Die internationale Begegnung mit dem Footballclub Enschede und eine 14-tägige Reise nach Sachsen mit Spielen in Chemnitz, Flauen und Olbernhau vollzogen sich in einer Zeit, die dem Höhepunkt der Inflation entgegeneilte. Nach der Lohnauszahlung am Wochenende wusste man mitunter nicht, wie sonntags das Fahrgeld zum auswärtigen Spiel aufgebracht werden konnte.

Nachstehend ein kurzer Überblick über die Geldentwertung:


 
1 Dollar    
Januar 1919  7,95 RM 
Dezember 1921  184,- RM 
Dezember 1923  4.200.000.000.000, - RM 



 

Trotz dieser Entwicklung wuchs der Verein und verwirklichte Breitensport; die Jugendabteilung musste bereits 1925 zeitweise Aufnahmesperre aussprechen, um den Zustrom der Jungen und Jüngsten zu bremsen, die bereits seit 1923 in Schülermannschaften (unter 14 Jahren) spielten. Dieser Andrang ereignete sich in einer Zeit, in dem im Anschluss an die Inflation in den meisten Familien wirtschaftliche Not herrschte. In einer Vingster Schulklasse von 24 Schülern waren die Väter von 22 Kindern arbeitslos. Bei einem Spiel der Kleinsten in Deutz leitete ein Schiri, der in Ermangelung einer Armband- oder Taschenuhr die Spielzeit mit einem Wecker kontrollierte.


 
Gruppenmeister der Klasse A und Aufsteiger zur Liga 1926 



 

Die erfolgreiche Verjüngung der 1. Mannschaft wirkte sich bereits 1926 mit Erringung der Meisterschaft in der Klasse A und dem Aufstieg in die höchste Spielklasse des Westdeutschen Spielverbandes aus.

Die spielerische Qualität war so gut, dass Spieler wie Cl. Stahl, P. Enders, M. Stollenwerk und P. Stahlschmidt mehrfach in der Kölner Stadtmannschaft repräsentativ spielten. Die Bedeutung dieser zumeist internationalen Begegnungen entspricht ungefähr den heutigen UEFA-Cup-Spielen. Besonders P. Stahlschmidt war Stammspieler dieser Elf mit Swatosch, Euler, Karges, Rehkessel, Pelzer, Ullrich und Schröder. Von den großen Begegnungen waren die Spiele gegen London, Bern, Amsterdam, Den Haag, Stockholm sowie gegen die Olympia-Auswahl Chile in Amsterdam herausragend.

Die Gegner der 1. Mannschaft wie A1. Aachen, Eintr. und Bor. Mönchengladbach, Rheydter Spielverein, Tura und F. V. Bonn und die namhaften Kölner Klubs sind heute noch ein Begriff für gute sportliche Leistung, und die Spielbegegnungen lockten mitunter Tausende Besucher an.


 
Tura Bonn - Vingst 05 2:2  



 

Das verpatzte Meisterschaftsjahr 1928 brachte uns zwar den Abstieg aus der Liga, beeinflusste aber nicht das stete Wachsen unseres Vereins.

Gestützt auf eine gute Jugendabteilung und die spielerische Substanz von 4 Seniorenmannschaften festigte sich die l. Mannschaft wieder schnell und war im Jubiläumsjahr 1930 wieder Gruppenmeister und Aufsteiger in die Sonderliga. - Gauliga.


 
Meistermannschaft Spieljahr 1929/30
Obmann Moos H. Benke, P. Enders, Cl. Stahl, H. Raderschatt, I. Maag, P. Stahlschmidt, F. Neu, M. Stollenwerk, K. Pulcher, N.Joisten, H. Limbach, W. Richmann und 1. Vors. Leo Kammer  



 

Es ist nicht verwunderlich, dass die Jugendabteilung früh, schnell und trotz des räumlich klein gewordenen Ortes infolge der Eingemeindung zu einem Qualitätsbegriff wurde, da im Vorstand des Jubiläumsjahres mit dem l. Vorsitzenden L. Kammer und dem Jugendleiter H. Siegburg zwei Lehrer der Vingster Schulen sehr aktiv waren. Auch in der Folgezeit wurde die Fußballbegeisterung in den Schulen durch verdienstvolle Vereins- und Vorstandsmitglieder früh geweckt und gefördert. Hier ist besonders P. Jochheim, Vorstandsmitglied und Chronist des SSV unseres Ortsteiles Vingst zu nennen.


Silbernes Jubiläum: 25 Jahre Vingst 05

Das Silberjubiläum des SSV 05 wurde groß gefeiert. Der Festwoche vom 30. August bis 7. September 1930 ging eine Jahreshauptversammlung voraus, die in einem noch vorliegenden Zeitungsbericht als beeindruckendes Ereignis beschrieben wird. Sie fand im festlich geschmückten Saal des Vereinswirtes Hans Hepp statt. Der Festschrift, trotz des Bombenkrieges des 2. Weltkrieges ist noch 1 Exemplar vorhanden, geht ein von Konrektor Matthias Kann gedichteter Reim voraus:


 

Zwischen Rhein und Bergeshöhen
Wo die Wege
gehn nach Morgen,
Liegt wohl an die tausend Jahr
unser stilles Vingst verborgen.
Wald und Feld, Sankt Martins Kirchlein
Biedre Herzen, schlichter Ort.
Hei
iges Wort umglänzt die Stätte:
„Heimat" heißt das Zauberwort.



 

Im Anschluss an die Sportwoche war der feierliche Festakt im Ballsaal der Restauration Werner. Der Chronist erinnert sich:

Als Sechsjähriger musste ich mit einigen gleichaltrigen Jungen einige Turnübungen auf der Tanzfläche ausführen. So ganz klappte das scheinbar nicht, denn bei den Übungen drehte sich der eine nach rechts, der andere nach links um. Von der Empore durften wir dann noch eine Weile zuschauen. Karnevalisten, waren es Dotz und Dötzchen, kamen der eine die rechte Treppe, der andere die linke Treppe der Bühne runter. Der eine schwärmte: „Herrlich ist die Blumensprache", darauf der andere: "dann lass dinge Kaktus ens Mama sare!"


 
Amtierender Vorstand im Jubiliäumsjahr
F. Rehfeld, K. Schmilz, A. Hom, L. Kammer, L. Klaes, H. Siegburg und I. Moos  



 

Infolge der hohen Klassenzugehörigkeit wurde 1932 eine dringende Spielfeldüberhöhung erforderlich. Zudem musste die Schwarzburger Straße wegen eines Vermessungsfehlers der Stadt neu festgelegt werden. Der Verein nutzte die Gelegenheit und erwarb einige Meter Straßenfront, um die Zuschauerränge verbreitern zu können. Über 500 qm Erde wurde gekarrt, um die Stehplätze mit mehrstufigen Rängen zu versehen. Ferner wurde das Spielfeld fachmännisch ausgebessert und an Holzzaun errichtet. Tagsüber wurde bis in den späten Abendstunden geschafft. Nachts war ständig ein Wachdienst anwesend, um das kostbare Baumaterial zu sichern. Natürlich waren die Wochenenden in ausreichender Zahl vorhanden, damit in der Kalkbude Skatrunden gedroschen werden konnten.

All diese Arbeiten wurden von Arbeitswilligen, zumeist Arbeitlosen verrichtet. Am 3. Meisterschaftssonntag 1932, Gegner von Bor.Mönchengladbach, konnte auf dem fertigen Platz wieder gespielt werden.

In spieltechnischer Hinsicht begann wieder ein neuer Zeitabschnitt, denn in regelmäßigen Abständen wurden gute Nachwuchsspieler der A1 Mannschaft - 1932 Kölner Jugendmeister - in die 1. Mannschaft übernommen. Dadurch wurde die Spielerbasis verbreitert und ein konstant hohes Leistungsniveau ermöglicht. Selbst die nach Gründung des Reichsbundes für Leibesübung angeordnete Abstufung aus der Liga in die Bezirksklasse, die willkürlich und ohne Qualifikationsspiele erfolgte, minderte nicht die sportlichen Qualitäten.


 
F. Neu, J. Dietz, K. Behner, Müller und J. Krath  



 

Die Breitenarbeit bewährte sich immer spürbarer, nicht zuletzt durch die 1923 gegründete Handball-Abteilung, die 5 Mannscharten führte und Gesellschaftliche Aspekte setzte.


 
1. Handballmannschaft
P. Gross, L. Dierenbach, I. Pützstück. I. Weite, F. Bröcher, I. Rübenach, T. Höfer, Je. Linke, P. Schwammborn, K. Jost, K. Behner, H. Kopcinski, A. Döttgen und 1.Vors. P. Prumbaum  



 
Bezirksklassenzugehörigkeit von 1933-1942 



 

Jedes Jahr brachte neue Höhepunkte, da unsere 1. Mannschaft immer in der Spitzengruppe war und die Meisterschaften oft nur durch das bessere Torverhältnis entschieden wurden.


 
A 1 1934/35 Kreispokalmeister
L. Hoffmann, H. Konopka, I. Üriing, G. Kleinmann, W. Grimberg, H. Dietz, F. Werner, W. Esser, I. Wipperfürth, H. Klinger, P. Schom, Tl. Theisen und L. Schmeier  



 

„Ein furchtbar Schrecknis ist der Krieg...“

Von dieser Mannschaft kamen nur 3 aus dem 2. Weltkrieg heim. Es kehrten nicht zurück:

Konopka, Ürling, Kleinmann, Grimberg, Esser, Wipperfürth, Theisen und Schmeier.

Wenn hier über die Episoden des Spieljahres 1935/36 berichtet wird, dann erinnert man sich an Dramatik in Meisterschaft und Pokal. Nach furiosem Start am 17:1 Punkten rührte Vingst 05, während der Favorit Beuel 06 erst an 3. oder 4. Stelle lag. Das Treffen Vingst-Beuel vor ausverkauften Rängen zeigte deutlich, dass an diesem Tag die gegnerische Mannschaft mit den Gebrüdern Eibern die bessere Form besaß und nach überraschender 4:0 Führung 4:2 gewann.

In der Folgezeit erholte sich unsere Mannschaft recht schnell von dieser deutlichen Niederlage und war bald wieder Spitzenreiter. Es war schon Ironie, dass die letzte Begegnung der Saison in Beuel erfolgte und die Meisterschaft entschied. Mit einem Sonderzug der damaligen Reichsbahn von Kalk-Süd, ehemals Vingster Gemeindeland, fuhren die zahlreichen Zuschauer zum entscheidenden Spiel in Richtung Siebengebirge. Ein Platzregen kühlte die erhitzten Gemüter ab, bevor der Elbern-Sturm unsere Hintermannschaft unter Druck setzte, obwohl diese über sich hinaus wuchs und dennoch die beiden Tore nicht vermeiden konnte.

Der Gegner spielte um diese Tore besser, weil unser Sturm nicht die gewohnte Leistung zeigte.


 
Vingst 05 - SV Beuel 2:4  



 

Diese aber war in der Pokalrunde zu bestaunen. Nach dem Sieg über den Bonner FV schaltet unsere Elf auch den Niederrhein-Vertreter Bor.M. Gladbach und auch Neuenahr aus. Die erste Pokalhauptrunde bescherte uns den Gaumeister K.C.f.R. Auf des Gegners Platz an der Amsterdamer Straße erkämpfte unsere Mannschaft ein 0:0. Das Rückspiel in Vingst zeigte Klassefußball. Nach einer schnellen 3:0 Führung spornte die Begeisterung der Massen beide Mannschaften zum Angriffsfußball an. Es ist nicht verwunderlich, dass der Ort auf dem Kopf stand, nachdem der große Gegner mit 8:3 geschlagen wurde. Die Auslosung der nächsten Pokalrunde (32 Vereine im Deutschen Fußballbund) zwang uns, nach Worms zu der bekannten Wormatia zu reisen, in deren Reihen 2 bekannte Nationalspieler die Spielträger waren. Unsere Mannschaft wurde mit großem Bahnhof empfangen. Am Vormittag des Spiels erfolgte eine fast 2 Stunden dauernde Stadtführung mit anschließendem großen Essen in einem Wormser Hotel. Zwei Stunden später begann das große Pokalspiel. Josef Bär konnte zwar zum 1:1 ausgleichen, aber dann wirkten unsere Spieler kraftlos und verloren 11:1. Hätten wir das Heimrecht gehabt, wir hätten einer der 16 Mannschaften für die dritte Polkalrunde sein können.


 
Gaumeister K.C.f.R. - Vingst 05 0:0  



 

Die Jugend-Abteilung hatte mittlerweile einen sehr schweren Stand, da ab 1936 nur Jugendliche ab 14 Jahren Vereinsmitglieder sein durften, d.h. die Schülermannschaften wurden laut Anordnung aufgelöst. Dennoch waren die Mannschaften erfolgreich.


 
B1l Spielzeit 1936 - 1937 - Gruppensieger und Kölner Stadtmeister
Peter Benz, Obm. K. Grützenbach, Peter Biesenbach, Josef Schmitz, Karl Halft, Ernst castorf, Theo Klein, Albert Weber, Ferdi Hirth, Hans Niehr, Oskar Loder, Josef Schneider und Heinz Becker  



 

Diese Mannschaft war in den Jahren 1936-57-28 Vorbild für die Jugendarbeit. Neben Spielerfolgen waren Trainings- und Spielersitzungen voll besucht. Während der Spielbesprechung wurde der vom Spielführer schriftlich erstellte Spielbericht vorgetragen, welcher immer wieder mit Spannung erwartet wurde. Die stetigen Einberufungen zur Wehrmacht veränderten das Mannschaftsbild der Senioren zu oft, als dass sich Erfolge einstellen konnten. Es reichte in den beiden folgenden Jahren nur zu Platzierungen im oberen Tabellendrittel.

Die mittlerweile umfangreiche Handballabteilung feierte 1938 ihr 15-jähriges Jubiläum. Beide erste Mannschaften, sowohl die Damen als auch die Herren erreichten Meisterschaften und Aufstiege, wobei die Damen hinter der sehr starken KBC-Elf zumeist den zweiten Platz belegten. Die freundschaftlichen Verbindungen der Aktiven zu der Fußball-Abteilung und die unermüdliche Arbeit der Verantwortlichen zum Gesamtverein hatten diesen jungen Kreis voll integriert. Die Aufnahme vermittelt eine echte Wiedergabe des sportlichen Optimismus der damaligen Jahre.


 
Jubiläumsfoto der Handballmannschaften 



 

Die Arbeit auf lange Sicht der Vorjahre führten der l. Mannschaft regelmäßig neue Nachwuchsspieler zu. Sichtbaren Erfolg erbrachte die Saison 1938/39, in der unsere Elf endlich wieder als geschlossene Einheit auftreten konnte und zielbewusst die Meisterschaft anstrebte.

Ein deutlicher Punktvorsprung war entscheidend für die Meisterschaft, da die Verletzung von Paul Stahlschmidt die Mannschaft stark schwächte. Trotz der verlorenen drei letzten Spiele wurden wir Gruppenmeister und zu den Aufstiegsspielen berechtigt.


 
Gruppenmeister der Bezirksklasse - Spielzeit 1938/39  



 

In dem Meisterschaftsjahr waren eingesetzt:


 
Heinrich Konopka (seit 1945 in Rußland vermisst)
Josef Wipperfürth (1941 bei Tobruk gefallen)
Heiner Klinger
Josef Bär
Paul Stahlschmidt
Hans Flor
Adam Bremm
Lambert Schmeier (in Jugoslawien vermisst)
Georg Kiemmann (1943 in Afrika gefallen)
Karl Halft
Hans Dietz
W. Munni
Karl Pulcher
Jakob Dietz (1941 in Lettland gefallen)
Max Stollenwerk



 

Die Gegner Andernach und Westmark Trier waren sehr spielstark. Im ersten Spiel gegen Andernach führte unsere Mannschaft bereits 3:0, als die Verletzung von Max Stollenwerk uns ein weiteres Handicap bescherte. Mit viel Glück erreichte der Gegner noch den Ausgleich. Im Rückspiel spielte unsere junge Elf überragend, aber das Fehlen der bewährten Kämpfen machte sich doch bemerkbar. Die verlorenen Spiele gegen Westmark Trier versperrten endgültig den Aufstieg in die Gauliga.

Der kurze Zeit später einsetzende Krieg zeigte die wesentlichen Vorteile einer Gemeinschaft auf, die einen geschlossenen Kreis bildet. Unser Verein strahlte Anziehungskraft nach allen Seiten aus. Der Vorstand aktivierte die Jugend, die mit Schubkarre, Pinsel, Farbe und Werkzeug den Sportplatz in guter Verfassung hielt. Die Einberufenen erhielten Feldpostbriefe, welche die Verbundenheit der Heimat zur Front herstellten sowie Staunen und Bewunderung bei den Mitlesern erregten. Die Urlauber tragen sich zu jeder Zeit beim Vereinswirt Jack am Bogen, der für alle eine Heimstatt bot. Gerade in dieser schweren Zeit erreichte unser Verein wieder Höhepunkte.


 
Bezirksklassenmeister und Aufsteiger zur Gauliga 1942
T. Mosen, Israel K. Halft, P. Stahlschmidt, K. Pulcher .…Katz W. Mommerz, H. Klein, H. Hör und L. Stüsser  



 

Die 1. Mannschaft wurde nach Entscheidung im letzten Spiel der Saison 1941/42 Gruppenmeister und Aufsteiger zur Gauliga, dieser Erfolg, fast 10 Jahre nach der Abstufung, war eine Bestätigung der Vereinsarbeit, die sich konsequent auf den Nachwuchs gestützt hatte. Während andere Vereine sich zu Kriegs-Spielgemeinschaften vereinigen mussten, um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, gelang es unserem Vorstand trotz großer Schwierigkeiten, den Bestand zu erhalten. Die Zugehörigkeit zur Gauliga dauerte bis zur Einstellung des Sportbetriebs in unserer Heimat.


 
1943 Vingst 05 - V.F.R. Köln 2:1  



 

Der Handball-Abteilung gelang in der Spielzeit 1942/43 der ganz große Erfolg, indem die erste Herrenmannschaft durch ein Unentschieden in Aachen Meister des Gaues Mittelrhein wurde. In der Vorrunde zur Deutschen Handball-Meisterschaft war Recklinghausen ein zu starker Gegner, zumal uns das Verletzungspech wieder einmal stark schwächte.

Der Chronist erinnert sich an einen Feldpostbrief auf dem Elternhaus, mit dem der Vater vom Spielergebnis Vingst 05 - VfL 99 entweder 7:1 oder 10:1 berichtete, wobei Fronturlauber für das deutliche Ergebnis Pate standen und der Klassenerhalt gesichert war. Dies muss im Frühjahr 1944 gewesen sein.

Im Bombenhagel versand unsere Heimat. Übrig blieben nur Schutt, Asche und die Überlebenden. Nach Beendigung der Kriegshandlungen war unsere Heimat in eine Ruinenlandschaft verwandelt, die erst nach und nach wieder von Menschen belebt wurde. In dieser Phase war das Wiedersehen und Sichfinden die treibende Kraft, welche die Menschen immer wieder zu Leistungen anspornte wider elend und Not. Inmitten der Sorge ums Überleben des Einzelnen und der Familie bildeten sich bereits wieder Kreise der Gemeinschaft. Zwar waren es diesmal ganz wenige, denn die Zahl der Toten, Vermissten und Gefangenen war sehr groß, und viele andere lebten notgedrungen weit ab von der Heimat. Aber das Zurückkommen der Überlebenden setzte sofort ein. Sehr viele von uns können sich noch entsinnen, als sie zu Fuß, mit dem Rad oder auf einem Wagen kommend, zum ersten Mal in der Ferne die Domtürme erblickten, das übermächtige Gefühl verspürten, überlebt zu haben und endlich in der Heimat zu sein, trotz der Sorge über die Ungewissheit der nächsten Angehörigen.

Inmitten des Aufräumens und Beschaffens der notwendigen Dinge zur Lebenserhaltung leitete die Aktivität ganz weniger den Wiederaufbau des Vereins ein. Der Sportplatz, der von Bomben zerpflügt war, wurde eingeebnet, so dass die Kinder (Der Zustand des zerbombten Vingst-Höhenberg mit dem Fußballplatz ist aus dem Luftbild Seite 146 rechtrheinisches Köln Jahrband für Geschichte und Landeskunde Band 16 zu ersehen.) und Jugendlichen wieder Fußball spielen konnten. Der geregelte Spielverkehr setzte gegen Ende 1945 durch die Bildung des Rasensprot-Verbandes Groß Köln ein, der von Dr. P. Bauwens, einem alten Freund unseres Vereins, gegründet wurde. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Gauliga während der Kriegsjahre starteten wir in der ersten Klasse. Mit Ende der Spielzeit hatte unsere Erste bereits eine enorme Spielstärke. Die Siege über Bayer Leverkusen und VfL 99 waren die Höhepunkte eines Neubeginns.

Mit Einführung der Oberliga West begann 1947 eine Zeit mit typischen Entwicklungsmerkmalen. Während der Nachbarverein V.f.R. als Meister Sechzehnerliga und Alemania Aachen als Tabellenzweiter direkt aufstiegen, erreichte Preußen Dellbrück als Meister unserer Klasse nach Ausscheidungsspielen gegen Siegburg und Eschweiler der Aufstieg in die Oberliga West. Wir hatten nicht nur die Gruppe-meisterschaft knapp verpasst, sondern verloren viele Spieler, die teils aus beruflichen, teils aus finanziellen Gründen unseren Verein verließen.

Ganz plötzlich wurden unsere Grenzen aufgezeichnet, die von der Ortsstruktur vorgegeben waren. Die Großindustrie in unserer Nähe war in gewissem Sinne überregional, während Handel und Gewerbe sehr spärlich vertreten waren. Unser Ort, ehemals groß und zeitweise sogar eine selbständige Gemeinde, war jetzt nicht in der Lage, einem erfolgreichen Verein Unterstützung zu gewähren. Unser einziger Rückhalt waren die treuen Zuschauer und das Beitragsaufkommen der aktiven und inaktiven Mitglieder.

Um uns herum setzte nun die Zeit der Fusionen ein. Der SC West hatte sich aus den Vereinen Rhenania und Phönix gebildet, im Februar 1948 gründete sich aus dem KBC und Sülz 07 der l. FC Köln, dann Fortuna Köln aus Bayenthal, Victoria und dem Sparkassen-Sportverein sowie 1949 Rapid Köln aus den Nachbarvereinen VfR und MSV. Diese Entwicklung verlagerte sofort die Spielstärke, denn Talente wurden von den Vertragsspieler-Vereinen aufgesogen und die Zuschauerzahlen gingen dort hoch, während die Amateurvereine nur noch von treuen Vereinsanhängern begleitet wurden.

Nach zwei Jahren hatte unsere Erste wieder eine gute Spielstärke. In einem Freundschaftsspiel gegen Preußen Dellbrück 1949 besiegte unsere junge Mannschaft die in stärkster Besetzung antretenden Oberligisten 5:2 vor ausverkauften Rängen. Dieser fußballerische Leckerbissen hatte aber Nachwirkungen, da wir zwei Nachwuchsspieler und Spielträger an die Dellbrücker verloren.

Die Breitensportarbeit setzte nicht in dem Maße ein, wie zu früheren Zeiten gewohnt. Zu viele wertvolle junge Menschen waren aus dem Krieg nicht zurückgekommen. Es war eine klaffende Generationslücke entstanden, deren Folgeerscheinungen noch Jahrzehnte erkennbar waren. In dieser Lage konzentrierte sich das Vereinsgeschehen stärker auf die l. Mannschaft, obwohl Handball- und Fußballjugendabteilung spielstarke Mannschaften hatten. Dieses Orientieren zur Ersten war zeitbedingt, denn alles strebte zum Erfolg, mit dem Aufgaben und Probleme leichter zu meistern waren. In dieser Phase ist dann der Verlust von wertvollen Spielern besonders schwer zu verkraften. Es ist nicht nur das Fehlen von Spielmachern, sondern die Nebenerscheinungen haben fast gleiche Auswirkung. Jahrelang treue und absolut zuverlässige Mitarbeiter sehen keinen Sinn mehr darin, für die Gemeinschaft zu arbeiten, wenn durch finanzielle Mittel eine jahrelang aufgebaute Nachwuchsmannschaft ihre Spielträger verliert. Und kein Verein kann sich erlauben, gute Mitarbeiter zu verlieren, denn sie sind nicht zu ersetzen!

Selbstverständlich können Talente ihren Weg gehen, aber auch nur Talente.

Für die neue Saison 1949/50 mussten also wieder große Mannschaftslücken geschlossen werden. Dies gelang auch recht gut, aber es war kein Nachwuchs, sondern Spieler, die als alte Vingster endlich nach Hause kamen. Dementsprechend also auch kein Mannschaftsaufbau auf lange Sicht. Das Einfügen verlief reibungslos, und die Spielresultate brachten die Erste immer näher zur Tabellenspitze, die schließlich knapp verfehlt wurde. Als Tabellenzweiter waren wir aber trotzdem durch eine Klassenumteilung aufstiegsberechtigt und somit wieder in der höchsten (Amateur-) Klasse, der Landesliga Staffel I Mittelrhein.


 
l. Mannschaft 1950 - Aufsteiger zur Landesliga
Sp.Obm. H. Klaes, W. Zehnpfennig, K. Halft, L. Frohn, K. Steinhaus, H. Mülfarth, H.
Maskus, O. Loder, Chr. Engels, E. Hohl, H. Stüsser, J. Stüsser, B. Kühl und H.Ullrich  



 

Die äußeren Umstände um das Spielgeschehen waren sehr notdürftig.

Vom Vereins- und Umkleidelokal Wester ging es zu Fuß zum sonntäglichen Heimspiel auf dem Platz an der Germaniastraße. Nach dem Spiel wieder Retour, um sich auf dem Hof oder, wenn es gut ging, in der Waschküche zu waschen. Das Training zur Sommerzeit war wohl intensiv, aber im Vergleich zu heute zu selten, denn beruflich mussten die verlorenen Jahre der Kriegszeit nachgeholt bzw. die Ausbildung nachträglich abgeschlossen werden. Während der Wintermonate wurde das reine Konditionstraining im Gremberger Wäldchen, auf den zahlreichen Feldwegen der Vingster Fluren und auf der ehemaligen Militärringstraße durchgeführt. Aus diesen Notlagen nahm der Plan Gestalt an, eine Umkleidemöglichkeit auf dem Platz zu schaffen.

Die schwere Spielsaison 1950/51 begann zwar wechselhaft, aber immerhin war der Punktestand nach dem 10. Spiel, Vingst 05 - Frechen 20 l :0, mit 8:12 Punkten und 17:19 Toren nicht aussichtslos. Dann aber traten durch Verletzungen die Nachteile der dünnen Spielerdecke zum Vorschein. Nach dem 20. Spiel waren wir mit 10:20 Punkten am unteren Tabellenende und konnten den Anschluss an das Mittelfeld nicht mehr erreichen. Für die nächste Spielzeit mussten wir also zurück in die Bezirksklasse.

Trotz dieses Rückschlages war volle Aktivität im Verein verspürbar, denn durch gute Beziehungen zum Fußballverband und zum Sportamt der Stadt Köln erreichten wir die Sicherstellung der Finanzierung eines Sportheimes mit Platzwartwohnung, einem Schiri, und zweier Mannschaftsumkleideräume sowie einer Duschkabine. Waren bereits 1950 Planung, Ausschachtung und Rohbau abgeschlossen, so musste die Fertigstellung unterbrochen werden, da die Klassenzugehörigkeit eine feste Platzumfriedung erforderlich machte. Dieses Projekt, eine Mauer an der Ostseite, ermöglichte endlich ein ordnungsgemäßes Platzkassieren.

Beeinflusst durch den erfolgreichen Platzausbau war bereits in den Trainingsvorbereitungen zum Spieljahr 1951/52 ein neuer Ehrgeiz erkennbar, obwohl im Wesentlichen keine Mannschaftsveränderung zu verzeichnen war. Nach schwachem Start kletterten wir, nur von wenigen Rückschlägen abgesehen, im Verlauf der Serie vom drittletzten Platz stetig höher, bis wir im drittletzten Spiel erstmals Tabellenführer waren. In einem vollkommen verpatzten Spitzenspiel verloren wir in in Köln 93 4:1 und schienen damit abgeschrieben! Aber das letzte Spiel der Saison wurde der dramatische Höhepunkt. Spitzenreiter Union 05 musste zum Verfolger Vingst.
Endlich wieder vor vollen Rängen, begann ein Spiel mit allen Höhen und Tiefen. In der ausgeglichenen 1. Halbzeit konnten wir kurz vor der Halbzeit einen Elfmeter nicht verwandeln. Statt des Rückschlages erspielten wir im zweiten Durchgang sofort Feldvorteile und ließen den Gegner nicht mehr zur Ruhe kommen. Ein Bombentor aus unmöglichem Winkel leitete den verdienten Sieg ein, durch den wir Bezirksklassenmeister und Aufsteiger zur Landesliga wurden.


 
Gruppenmeister und Aufsteiger zur Landesliga 1951/52
Obm. H. Flor, I. Betzing, J. Strack, 0. Loder, I. Stüsser, H. Krämer, H. Graumann, Axemacher, W. Zehnpfennig, H. Mülfarth, W. Schmitz, l. Vor. B. MüUing, H. Maskus, F. Schmilz, H. Krauthäuser, B. Kühl, A. Oberländer, P. Becker  



 

Zu der berechtigten Freude über den Aufstieg kam die Fertigstellung des Sportheimes. Dieses Projekt war richtungsweisend für die Vereinsgeschichte. Es zeigt deutlich auf, dass Zuversicht zur Leistung. Mut zur Tat und ein schwungvoller Start den halben Erfolg ausmachen.

Bereits mit Bezug des Geländes an der Germaniastraße wurden Pläne geschmiedet, das Gelände zu kaufen. Nach fast 40 Jahren war der erste Schritt getan, sogar überzeugend, denn in den Spielen der Folgezeit trafen wir bei Auswärtsspielen Umkleideverhältnisse an, die den Wert unserer Anlage ins rechte Licht rückten.

Nach einjähriger Abwesenheit hatte sich die Spielstärke der Amateurliga wesentlich verändert, da mit Rapid Köln, Fortuna Köln, VfL 99 und Gladbach 09 ehemalige Vertragsspieler-Mannschaften der 2. Liga ins Amateurlager zurückkehrten und natürlich über enorme Spielstärke verfügten. Da wir kein einziges Spiel mit kompletter Mannschaft bestreiten konnten, waren selbst die großartigen Ergebnisse in Vfl Leverkusen, Siegburg 09, Tura Bonn und Godesberg 08 nicht ausreichend, um den Klassenerhalt zu sichern. Es fehlten in dem Stamm der erfahrenen Spieler altersmäßig abgestuft Nachwuchskräfte mit Zukunftsaussichten in genügender Anzahl.
Unsere Mannschaft musste also wieder absteigen!


 
Die Vingster Zipfelmützen  



 

Mit den neuen Vorstandsmitgliedern auf große Fahrt ins Ausland. Die Vingster Zipfelmützen erleben herrliche Tage in Zaandam. Ein Jahr vorher waren diese zu Gast bei uns. Einige wollten nicht nach Hause fahren!

Mit der Jahreshauptversammlung 1953 beginnt ein neuer Abschnitt in der Vereinsgeschichte. Die nahtlose Weiterarbeit eines neuen Vorstandes begründet sich in der Anerkennung der geleisteten Arbeit der ausscheidenden Herren, die der jüngeren Generation Maßstäbe gesetzt hatten. Vor dem 2. Weltkrieg in gut geführten und erfolgreichen Jugendmannschaften spielend, erlebte diese Generation in den dreißiger Jahren die spielerisch hervorragenden Leistungen der l. Mannschaft, waren Mitglieder eines gut geführten Vereins und dankbar, wenn während der Kriegszeit die wohl einmaligen Feldpostbriefe eine wohltuende Verbindung zur Heimat knüpften. Die jungen Nachfolger hatten die Aktivität des Werteschaffens miterlebt und machten ohne Unterbrechung weiter.


 
1. Mannschaft im Jubiläumsjahr 1955
3. Vors. E. Klug, Obm. K. Halft, T. Breuer, R. Koors, D. Lauterbach, W. Zehnpfennig, H. Thamm, M. Raabe, K. Steinhausen, F. Schmitz, O. Loder, M. Donsbach, J. Stüsser, 1. Vors. M. Stollenwerk, A. Pulcher, P. Tönnes, L. Frings  



 
Jubiläumsspiel auf den mit Pappeln umsäumten Platz Germania-Schwarzburger-Straße: Heute Kombibad 



 
Goldjubiläum 1955 - Jubiläumsveranstaltung im Festzelt.
Ehrung der Mitbegründer und verdienstvollen Altmitgliedern
l. Vors. M. Stollenwerk, 2. Vors. F. Zehnpfennig, 3. Vors. E. Klug, Willi Schneider, Adam Röttgen, Jean Flor, Karl Schmilz, Heinz Klaes, Paul Jochheini.  



 

Die sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen waren ein würdiger Rahmen, der das beeindruckende Vereinsgeschehen der 50 vergangenen Jahre von Vingst 05 widerspiegelte.


 
Eine echte Veteranen-Mannschaft des Jubiläums
Schiri W. Peters, Platzwart R Lammers, F. Werner, H. Stüsser, F. Neu, Hüllen Matzoiek J. Bär, K. Pulcher, P. Stahlschmidt, F. Strack, H. Stollenwerk

 



 
Festumzug in Vingst Ostheimer Straße im alten Zustand,
links geht es in die Kuthstraße
 



 

Das intensive Training der Seniorenmannschaften hatte auch Auswirkungen auf die Jugendabteilung, die von Jahr zu Jahr in der Breite erfolgreicher wurde. Trotz der enormen Platznot - ein Sportplatz ohne Beleuchtung und nur eine Turnhalle mit begrenzter Benutzung - war eine stete Vorwärtsentwicklung erkennbar.

Die legendäre Kalkbude, in der wir nach den Heimspielen den ersten und zweiten Durst gelöscht haben, hatte sich in einen sauberen Kassen- und Ausschankraum verwandelt. Der Plan des Vorstandes, durch eine Aufstockung des Sportheimes einen Versammlungsraum für die Jugend zu schaffen, scheiterte schließlich an der begrenzten Benutzbarkeit des Sportgeländes Germaniastraße. Eine neue Platzanlage für unseren Verein war bereits im Planungsstadium.

Für das Spieljahr 1956/67 war der Spielerstamm in einem Übergangsstadium, da neben zahlreichem Nachwuchs erfahrene Spieler zur Verfügung standen, die aber zum Teil bereits an der oberen Altersgrenze lagen. Trotzdem war die Spielstärke beachtlich, denn die Erste befand sich monatelang in oberster Position. Mitte der zweiten Serie fand das Spitzenspiel in Vingst gegen Blau-Weiß Köln statt, das trotz unserer Überlegenheit im Mittelfeld durch einen unhaltbaren Sonntagsschuss verloren wurde. Obwohl wir in den letzten sieben Spielen nur einen Punkt abgaben, wurden wir nur Gruppenzweiter.
Das Setzen auf die Jugend zeigte jetzt bereits Früchte, da die A1 mit 4:3 über VfL Leverkusen Kreismeister wurde und vielversprechende Spieler in Aussicht stellte. Dieser Jahrgang wurde in der Folgezeit zu einem Trumpf.


 
Kreismeister A l 1956/57
F. Scholz, H. Hühner, A. Herold, G. Pospiech, W. Gerlach, D. Rochinzki, Hölcher, E. Ewald, T. Rau, Jug.Obm. F. Werner, Palillis, H. Rehbach, H. Mischkowitz  



 

Vorerst bedurften diese Jahrgänge noch Zeit zur Entfaltung, wie die 1. Spielserie 1957/58 erwies. Ein bedenklicher Tabellenstand veranlasste den Vorstand, wieder Herbert Kremer als Trainer zu gewinnen, der mit sachkundiger Hand die richtige Mischung von Alt und Jung fand. Mit einem furiosen Endspurt wurde der Klassenerhalt noch gesichert.

Mannschaftsstand des Vereins 1957/58

3 Seniorenmannschaften
1 Juniorenmannschaft
7 Jugendmannschaften
1 AH-Mannschaft

Dank weiterer jugendlicher Verstärkung konnte in den Spieljahren 1957/58 die Breitenarbeit der Seniorenmannschaften ausgeweitet werden. Die Erste überzeugte bereits zeitweise, während die Reserve ganz zielbewusst die Meisterschaft anstrebte. Auch ein notwendig gewordenes Entscheidungsspiel konnte daran nichts ändern. Ab der folgenden Saison startete sie als Aufsteiger in der 2. Kreisklasse.


 
Gratulation der 2. Mannschaft zur Erringung der Meisterschaft in der 3. Kreisklasse 1959
Betr.J. Kohl, H. Rehbach, Steinbüchel, I. Neuhardt, H. Breuer, F. Scholl, K. Heimig, G. Gros, W. Scherholz, Papenheim, A. Araya, W. Gerlach, M. Raabe, H. Hahn, R. Hillen, D. Roschinsky, Jenkg  



 

Der Ausbau des alten Platzes war abgeschlossen. Ein städtisches Gelände war dank Eigeninitiative zu einer sehr gepflegten Anlage geworden, die für die nächste große Zeit gut gerüstet war. Während die Reserve durch erste Mannschaften des Bergischen Kreises hart geprüft wurde, erspielte sich die l. Mannschaft 1960 in überzeugender Weise die Gruppenmeisterschaft mit 10 Punkten Vorsprung vor dem Nächstplazierten.

Dieser Meisterschaft war ein unentwegtes Arbeiten vorangegangen, uns sie war nur möglich geworden, weil die guten Nachwuchsjahrgänge und die Erfolge des ganzen Vereins anziehend wirkten. Von Vingst 05 wurde wieder gesprochen und in den Auswahlmannschaften, sowohl Senioren als auch Jugend, waren Vingster Jugend mit von der Partie. Es war eine Meisterschaft, an welcher der ganze Verein teilnahm.


 
Meistermannschaft und Aufsteiger zur Landesliga Spielzeit 1959/60
Vereinsmitgründer W. Schneider, 3. Vors. E. Klug, M. Raabe, E. Kohlgrüber, E. Klein, H. Mischkowitz, T. Hau, A. Pulcher, H. Schnutz, MoU. G. Posiech, W. Kössling, R. Hübner, E. Ewald, Trainer H. Kremer, l. Vors. M. Stollenwerk  



 

Die zahlreichen Gesuche, Anträge und Gespräche wegen eines Sportjugendheimes erhielten in einer Sportausschusssitzung der Stadt Köln am 22.5.1958 die Zusage zur Errichtung eines Sportjugendheimes auf der neu zu schaffenden Platzanlage nach den Plänen des FV Mittelrhein. Da die neue Platzanlage an der Lustheider Straße bereits aus dem Planungsstadium heraus war und größere Ausmaße als vordem geplant annahm, schaltete der Vorstand auf Vorwärtsentwicklung und bezog eine Platzwartwohnung in den Baukörper ein. Der Bauantrag für ein Jugendheim nach eigenen Plänen wurde am 26.6.1961 der Baubehörde vorgelegt.


 



 

Landesliga 1960-1971

Unter diesen Aspekten begann das Spieljahr 1960/61, das das aufregendste der Nachkriegszeit werden sollte, denn wir wollten uns als Aufsteiger in der Landesliga behaupten! Nach einem guten Start stell-

ten sich die ersten Rückschläge ein, da unserer jungen Mannschaft noch die Cleverness fehlte. Nach der ersten Serie belegten wir den viertletzten Platz mit 11:19 Punkten und 21:22 Toren!

In den folgenden acht Spielen erzielte unsere Elf nur 4 Pluspunkte und war an die vorletzte Stelle abgerutscht. Überzeugt von dem Können unserer Spieler wurde die ganze Vorstandsarbeit auf die Mannschaft ausgerichtet.


 



 

Die Spieler wurden im Training hart gefordert und vor dem Optimismus des Vingst 05 - SV Schlebusch im ganzen Verein angesteckt.

Mit dem 24. Spiel begann dann eine Erfolgsserie, die den Zuschauerkreis immer weiter ausdehnte, zu Beifallsäußerungen auf offener Szene führte und den unbedingten Siegeswillen aller Spieler erkennen ließ.


 
E. Ewald, E. Klein, W. Hergarten, K. Lichtenberg, A. Pulcher, G. Schaap, W. Kössling, H. Hillen, D. Friedmann, E. Kuhlgrüber, R. Wimmer  



 

In einem großen Spiel gegen den Tabellenführer Schlebusch, das vorletzte der Spielserie, gewannen unsere Jungen 1:0 und wurden überschwenglich bejubelt. Unsere sonst ruhigen Zuschauer machten Freudensprünge - es war ein herrliches Erlebnis, gesetztes Vertrauen und Zuversicht bestätigt zu wissen. Die letzte Begegnung in Tura 10 endete 1:1 und damit war der Klassenerhalt endgültig gesichert.

Für das Spieljahr 1961/62 stellten wir nun eine bewährte Mannschaft, deren Unterstützung eine Zweite war, die über gutes Spielermaterial verfügte. Vorm Start an übernahm die 1. Mannschaft die Tabellenführung und wurde mit klarem Vorsprung Herbstmeister. Ein spielerischer Einbruch - die Erwartungen waren noch zu hoch geschraubt - ließ die Verfolger näherkommen und auch überholen. Mit 3 Punkten Vorsprung vor Beuel 06 und Vingst 05 wurde BC Efferen Meister der Landesliga.

Landesliga
1. Mannschaft
3. Vingst 05 37:23 Punkte 54:43 Tore

2. Kreisklasse
2. Mannschaft
6. Vingst 05 24:28 Punkte 50:64 Tore

10 Jugendmannschaften B1 Kreismeister zusammen mit l. FC Köln
1 Juniorenmannschaft A1, B1 und C1 in der Sondergruppe Köln

Die im Juni 1961 vorgelegten Baupläne mussten nochmals geändert werden, um notwendigen Erweiterungen Rechnung zu tragen. Die Sport-Anlage Lustheider Straße 45a umfasste nun neben einem Hartspielplatz einen Trainingsplatz, eine Spielwiese, zwei Tennis- und ausreichend Parkplätze. Der Finanzierungsplan Sportheim war mittlerweile auf die Bausumme von DM 134.000 gestiegen, worin die anteiligen Kosten einer Platzwartwohnung nicht enthalten waren. Diese mussten voll vom Verein getragen werden. Die hohe Belastung war vom Verein zu übernehmen, weil nach seiner Meinung ein derartiger Baukörper unter dauernder Aufsicht stehen musste. Im Oktober 1962 begann die Ausschachtung. Wegen des früh einsetzenden Winters erfolgte die Fertigstellung des Rohbaues erst Ende 1963.


Spieljahre 1962 – 1964

Beide Seniorenmannschaften erreichten gute Plazierungen im Mittelfeld, während ein besonders guter Jugendjahrgang, die 12- bis 14-jährigen, den 2. Platz in der Kreismeisterschaft belegte und Kreispokalmeister wurde.


 
C1 Kreispokalmeister 1964
Braun, W. Nadolny, H. Stusser, W. Knüchel, F. Zander, W. Widdig, W.Jülich, Gnmtschel, D. Axemacher, F. Lingen, Reinarz  



 

Trotz erfolgreicher zehnjähriger Arbeit wurde der Vorstand in der Jahreshauptversammlung 1963 abgewählt. Die neu gewählten Herren waren bestrebt, das Projekt Sportjugendheim wie geplant abzuschließen.

Der Innenausbau des entstehenden Clubheimes wurde ausschließlich von Vereinsangehörigen ausgeführt, die leider in geringer Zahl, aber umso tatkräftiger alle Handwerksarbeiten verrichtet haben. In einem furiosen Endspurt wurde die Anlage fertiggestellt und im Rahmen des 60-jährigen Jubiläums dem Verein übergeben. Die Feier war nach langer Zeit ein Tag ohne Arbeit, einfach nur Freude, dass alles gelungen war. Hatte bei den Ausschachtungsarbeiten eine Bundeswehr-Lehreinheit kostenlos gewirkt, so waren an diesem Tag ihre Gulaschkanonen im Einsatz und beköstigten Jung und Alt, die einen großen Tag unseres Vereins erlebten.


Einweihung der neuen Platzanlage mit Jugendheim


 
Übergabe der Bezirksportanlage Lustheider Straße an SSV 05
Sprecher Friedel Haumann, Vorsitzender des Sportausschusses der Stadt Köln  



 
Einen „Schlag Erbsensuppe für fünfzig Pfennige" schenkten Pioniere der Bundeswehr bei der Platzeinweihung an der Lustheider Straße aus 



 

Nach einjährigem Einleben in der neuen Umgebung begann die Expansion des Vereins in vielen Bereichen. In imponierender Weise erspielte sich die 2. Mannschaft die Tabellenführung der 2. Kreisklasse, wurde Gruppenmeister und Aufsteiger in die 1. Kreisklasse. Ein Rückschlag war allerdings der Fortgang unseres langjährigen und verdienstvollen Trainers Herbert Kremer, für den vorerst kein gleichartiger
Ersatz zu erwarten war.

Der Bildung einer Damengymnastikgruppe 1963 - der heutigen Tischtennisabteilung - folgte 1965 die Gründung der Tennisabteilung.

Nach dreijähriger Amtszeit trat der engere Vorstand 1966 zurück. Auf der Jahreshauptversammlung war festzustellen, das der Mitarbeiterkreis in keiner Weise mehr zur Größe unseres Vereins stand. Die Gründe dafür waren vielfältig, unter anderem der Wohnwechsel zahlreicher Mitglieder aus dem Stadtbereich in entferntere Wohngebiete und das Desinteresse des einzelnen zur Mitarbeit für die Gemeinschaft. Ferner war die Substanz von Führungskräften durch Abwahl und Rücktritte so gemindert,, dass vorerst für die Vorstandwahl nur eine Übergangslösung gefunden werden konnte. Bei der enormer Aufgabenbewältigung der letzten 15 Jahre wurden viele Probleme gelöst, nur die Heranbildung von geeigneten jungen Männern zu verwaltender Vereinsarbeit als Langzeitlösung war nicht erfolgt, weil nur die täglichen Probleme von den wenigen Mitarbeitern gemeistert werden konnten.

Das Spieljahr 1967/68 stand ganz im Zeichen der Senioren, nach Vermittlung des WM konnte mit Willibert Kremer wieder ein Fachmann als Trainer verpflichtet werden, der sofort mit der Mannschaftsverjüngung begann und das Spielniveau der Senioren bis 1971 erhalten konnte.

Der gute Jahrgang 1949/51, der von der C bis zur A Klasse mehrere Kreispokal- und Kreismeisterschaften errungen hatte und Spielträger der l. Mannschaft sein sollte, übernahm diese Aufgabe nur kurzfristig.

Der Sog der umliegenden Vereine und die überhandnehmende Spielerwanderung hatten eine ganz schwierige Situation geschaffen, auf die sich die Vereine nach entsprechenden Möglichkeiten einstellten. Die von Förderern gestützten Vereinen handelten im Prinzip wie vor Jahrzehnten, indem sie neben dem eigenen Nachwuchs nach Notwendigkeit und Belieben geeignete Spieler anwarben. Es ist bedauerlich, daß vom Verband keine notwendigen Bestimmungen erlassen worden sind, um dieses Unwesen einzudämmen.


Das alles geschah 1968

Fertigstellung des mit städtischen Mitteln erbauten Kassenhauses an der Platzsüdseite



 



 
A1 - Jugend in Norwegen  



 
C1 - Sieger im Osterturnier bei Bayer Leverkusen 



 
Vatertag einmal anders: 1. Mannschaft gegen Alte Herren 11 : 11.
- 3. Halbzeit Erbsensuppe mit Kölsch
 



 

Spielzeit 1967/68

243 Jugendliche in 17 Mannschaften

A1l Zweiter in Sondergruppe
Endspiel um Kreismeisterschaft gegen Wesseling 2:1 verloren

B1 Zweiter in Sondergruppe
Kreismeister mit 2:0 gegen l FC Köln

C1 Sieger Osterturnier in Leverkusen

D1 Gruppensieger
Ostern Jugendgruppe aus England in Vingst

Am 5. August 1968 wurde Heinz Klaes 70 Jahre. Die Geburtstagsfeier dieses verdienstvollen Mitgestalter des Vereins wurde im Sportjugendheim gefeiert.


 



 

Seine Tätigkeiten im Kölner und Westdeutschen Sport sind vielgestaltig, sie aufzuzählen zu schwierig.

Ganz lebendig heute noch die Feldpostbriefe für unsere Soldaten an allen Fronten, und das Weitergeben der Vereinsideen an die jüngere Generation. Er hat den Verein wesentlich mitgeformt.


Spielzeit 1968/69

Erstellung einer Trainingsbeleuchtung mit 6 Stahlmasten durch GEW und Selbsthilfe. Initiator Sportobmann H. Adam. Die Eigenleistung wurde fast ganz von Jugendlichen und ihren Betreuern ausgeführt.

Wechsel vom Amateur zum Vertragsspieler - Ablösesummen von Victoria Köln an Vingst OSJülich:
DM 12.800 - / D. Axemacher: DM 6.400,-. Beide wichtige Spielträger für unseren Verein.


 
Noch Freigelände des nördlichen Bereiches unseres zukünftigen Zweitplatzes. Rechts Lustheider Straße
Links im Vordergrund ehemaliger Standort eines Fort Vorwerkes der wilhelminischen Zeit
 



 

Bei der Bearbeitung eines vom Verein gestellten Finanzierungsplanes für die dringende Dachreparatur des Sportjugendheims- Flachdach - wurde seitens der Sportanten festgestellt, dass die Finanzierung des Jugendheims nicht ordnungsgemäß war. Die Stadt Köln hatte für dieses Projekt DM 8.400,- vorgestreckt. Diese Barmittel wurden zu einem späteren Zeitpunkt vom Land an den Verein und nicht an die Stadt Köln überwiesen. Da vom Architekt die Mittel verbaut wurden, schuldete der Verein der Stadt DM 8.400,-. In Verhandlung mit der Regierung und dem Sportamt wurde eine Nachfinanzierung erstellt, nach der wir DM 4.800,- an die Stadt Köln zahlen mussten. Das Geld wurde sofort überwiesen, um die Finanzierungspläne „Dachreparatur" und "Erweiterung Sportjugendheim" nicht zu blockieren.

Die mittlerweile 20 Mannschaften des Vereins spielten auf dem Platz Lustheider Str. und auf dem alten an der Schwarzburger Straße, dessen Verfügbarkeit nur noch kurze Zeit dauerte. Die Stadt Köln hatte das Freigelände an der Lustheider Straße für den neuen Zweitplatz eingeplant. Für diesen Platz beabsichtigte die Stadtverwaltung ein Umkleidehaus zu bauen, dass in der Pflege und Verfügbarkeit dem Sportamt unterstellt werden sollte. Dagegen hat der Vorstand sofort gehandelt, denn bei dieser Version wäre bei der nächsten Vereinskrise ein Vingster Zweitverein, teilweise aus der Substanz des Alten, auch noch räumlich direkt gegenüber, entstanden. Gegen die städtische Lösung erstellte der Verein einen Finanzierungsplan "Erweiterung Sportjugendheim", der im Okt. 1969 beim Sportamt eingereicht wurde

Eigenleistung
DM 40.000,-

Stadt Köln
DM 30.000,-

Regierung
DM 30.000,-
DM 100.000,-

Das letzte große Spiel der 70 verflossenen Jahre war die Begegnung in der zweiten Pokalrunde 1970 gegen den Zweitligisten Viktoria Köln, das der Gegner nur nach Verlängerung gegen unsere groß aufspielenden Jungen gewinnen konnte.


1980 - 75 jähriges Jubiläum


 




 
Frau Schwarzkopf mit ihrer Rotes-Kreuz-Tanzgruppe 



 
M. Stollenwerk und E. Klug aufmerksame Beobachter 



 
75 Jahrfeier im Festsaal der Chemischen Fabrik Kalk
1. Vorsitzender Dr. W. Winkler mit J. Müller Hergarten und H. Siegburg  



 

Die Festveranstaltung zum 75. Jubiläumsjahr fand im festlich geschmückten Saal der Chemischen Fabrik statt. Die mit fast 500 Gästen gefüllte Halle bot einen würdigen Rahmen für die große Vereinsfeier, an der auch zahlreiche Veteranen teilnahmen. Aus Altersgründen konnten leider keine Vereinsgründer begrüßt bzw. ausgezeichnet werden. Seitens des Fußball-Verbandes Mittelrhein überbrachte der damalige Verbandsvorsitzende und heutige Präsident des Deutschen Fußballbundes Braun die Glückwünsche des Verbandes.

Ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm gab der Feier einen würdigen Abschluss.

Am Buß- und Bettag fand im Sportjugendheim die traditionelle Gründungsfeier statt, mit welcher der Verein die Jubiläumsfeierlichkeiten ausklingen ließ.

Die Fortsetzung der Vereinsgeschichte ist aus der nachfolgenden kurzen Chronik des SSV Vingst zu ersehen.


 



 

Max Stollenwerk 1904-1980 ging mit 16 als Kalker Jung nach Vingst 05. Mehrfach Meister, ab 1922 in 1. Mannschaft, nebenbei zeitweise im Mülheimer Boxverein. Trainierte mit Max Schmeling. 1932 schwerer Motorradunfall. Ab 1934 eisener Verteidiger in der l. Mannschaft. 1944 als Nazihasser ins KZ, 1945 von Amerikanern in Siegburg befreit. Von 1953-63 l. Vorsitzender, danach unentwegter Beobachter vieler Spiele. Erlebte begeistert 75-Jahrfeier und verstarb wenige Wochen später am 3. Herzinfarkt. Vingst 05 ging ihm über alles.


 
In Erinnerung an den Vereinsgründungstag wird alljährlich Buß- und Bettag ein Treffen durchgeführt, dass mittlerweile zur Tradition geworden, viele Ehemalige zusammenführt.
Im Sportjugendheim bereits seit 26 Jahren.
 



Ergänzung der Chronik ab 1975

Von Gerhard Wessely

Die Jahre 1975 bis 1980 waren in sportlicher Hinsicht schwere und unterschiedliche Jahre für den Verein.

Während die Jugendabteilung sportliche Höhepunkte verzeichnete, mit Anmeldungen überlaufen wurde und teilweise bis 20 Jugendmannschaften hatte, kam auf die Senioren-Fußball-Abteilung schwere Zeiten zu. Der Abstieg der 1. Senioren in die Kreisliga B war ein Schock für den Verein, vor allen für die Jugendabteilung. Und so blieb es nicht aus, daß gute A-Jugend-Spieler den Verein wechselten. Hinzu kamen finanzielle Engpässe unserer Vereinskasse. Gottlob hatten wir zu dieser Zeit einen hervorragend besetzten Vorstand unter der Leitung von Dr. Winkler, besetzt mit Vorstandsmitgliedern u.a. Dr. Winkler, Leyer, Richter, Wessely, Klemp usw. Schreiber dieser Zeilen kann sich noch erinnern wie bei einer Vorstandssitzung einige Kameraden in die eigene Tasche griffen, damit die längst fällige Lichtrechnung bezahlt werden konnte. Es gab aber auch freudiges zu berichten. So nahm 1978 unsere D- und C-Jugend unter Trainer Fritsch und Rockstroh, organisiert vom Jugendfahrtendienst unter Mitwirkung von Peter Halm und Gerhard Wessely an einem Großtumier dem "Denmark-Cup" in Kopenhagen teil. Ein Turnier mit 3200 Jugendspielern aller Altersklassen von 9 europäischen Ländern.

Unsere C-Jugend unter Trainer Rockstroh errang von 57 Teams sensationell den l. Platz und somit den Denmark-Cup in der C-Klasse. Unsere D-Junioren belegten den 5. Platz. Auch ein Erfolg unter Trainer Fritsch.

Bis 1979 spielten in den Jugendmannschaften nur Deutsche Kinder. Jugendleiter Wessely erkannte dies und nahm ab 1979 Kinder aus Ausländer-Familien auf. Dies ist damals auf großen Wiederstand und Wiederspruch gestoßen. Unterstützt durch den Fußballverband Mittelrhein unter den damaligen Vorsitzenden Egidius Braun wurde 1979 auf unserer Platzanlage ein Tag der offenen Tür durchgeführt. Diesen Tag kann man ruhigen Gewissens als Beginn der Integration ausländischer Kinder im Verbandsgebiet des
FVM bezeichnen.

Am 18.2.1983 auf der Jahreshauptversammlung im vollbesetzten Clubheim stellte sich Dr. Winkler nicht mehr zur Wahl. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Gerhard Wessely, der bis dahin als Jugendleiter fungierte. Als Jugendleiter wurde Bert Konen gewählt. Schreiber dieser Zeilen muss erwähnen, dass zwischen dem damaligen Vorstand unter Dr. Winkler und der Jugendabteilung ein sehr gutes Verhältnis bestand und das es die Verdienste von Dr. Winkler und Leyer sen. und jun. waren den 3. Tennisplatz zu schaffen und die Finanzen in Ordnung zu bringen.

Der neue Vorstand (1983) unter der Leitung von G. Wessely erklärte auf der Jahreshauptversammlung, alles daran zu setzen, geschaffenes zu erhalten und auf sportlichen Gebiet möglichst zu verbessern. Es gelang mit Spielertrainer Iwanitzki der Aufstieg in die Kreisliga A (Juni 1983). Es erfolgte die Gründung der 2. AH. 1984 erfolgte Erweiterung bzw. Anbau des Tennishauses. Den Innenausbau besorgten die
Mitglieder Horst Männchen und Wolfgang Franz. Die weiteren Jahre sind kontinuierlich verlaufen. 1985 erfolgte unsere Festveranstaltung im Casino der Chemischen Fabrik Kalk, anlässlich des 80jährigen Vereinsbestehens. Auf unserem Platz l wird unter 2 Bauabschnitten eine Unterstellmöglichkeit mit Überdachung gebaut. Ausgeführt von der AH (siehe auch Kurzfassung Chronik).

Nach vielen Verhandlungen mit Parteien und Bezirksverwaltung, Sport- und Bäderamt erhalten wir 279.89 auf Platz l am Clubheim eine neue Trainingsbeleuchtung.

Unsere ehemaligen Altaktiven unter den Herren Gastorf und Krauthäuser und einiger Damen gründen eine Wanderabteilung. Vom Jahr 1990 lässt sich viel Gutes berichten.

Unsere 2. Senioren unter G. Moll und S. Blümel steigt in die Kreisliga B auf. Die Wiedervereinigung Deutschlands ist erfolgt und um an der Überwindung der langjährigen Trennung mitzuwirken beschloss unser Vorstand Kontakt mit einem Fußballverein der ehemaligen DDR dem Verein Motor Sport in Königsee/Thüringen aufzunehmen. Jetzt wieder genannt Thuringia Königsee. Zwischen beiden Vereinen entwickelte sich eine hervorragende Partnerschaft mit gegenseitigen Besuchen. Unser langjähriger Jugendleiter W. Strobel gibt 1985 sein Amt ab. Für die Übergangszeit (1993) übernimmt Roland Lessmann die Jugendabteilung und ab 1994 Robert Noiden, der derzeitige Pächter des Clubheimes. Im Jubiläumsjahr 1995 wurde die Platzahlage l am Clubheim total überholt. Die Jubiläumsfeierlichkeiten konnten leider nicht mehr im Casino der Chemischen Fabrik Kalk durchgeführt werden. Die Vereinsleitung fand eine andere Lösung. Am 3.11.1995 Empfang für geladene Gäste im Foyer des Bezirksrathauses Kalk,
sowie am 4.11.1995 ein Bunter Abend für unsere Mitglieder in der Mensa der Katharina-Henoth Gesamtschule, Motto: "90 Jahre SSV Vingst 05".


Ergänzung der Chronik ab 1995

Von Jürgen Weingarten

In den Jahren 1996 bis 2005 gab es einige Veränderungen beim SSV Vingst 05. Insbesondere in der Jugendabteilung konnte es nicht verhindert werden, dass die Zahl unserer Mitglieder schrumpfte und wir nicht mehr in jedem Jahr in der Lage waren, alle Altersklassen für den Spielbetrieb melden zu können.

Hier bitte ich alle Mitglieder und Freunde des SSV Vingst 05, die "Werbetrommel" zu rühren und diesem Rückgang an Jugendlichen Vereinsmitgliedem entschieden entgegenzutreten.

1997 übernahm Lothar Wemecke das Amt des Jugendleiters von Robert Nolden.

1999 gelang der 1. Mannschaft unter Trainer Heinz Kaumanns der langersehnte Aufstieg in die Bezirksliga. Auch die A-Jugend konnte im selben Jahr in die Bezirksliga aufsteigen.

Im Jahr 2000 trat Gerhard Wessely als l. Vorsitzender zurück. Nachfolger wurde Robert Hanss. Gerhard Wessely wurde nach seinem Rücktritt zum Ehrenvorsitzenden des SSV Vingst 05 gewählt. Die A-Jugend steigt leider nach nur einem Jahr wieder aus der Bezirksliga ab.

2002 musste leider auch die erste Mannschaft den schweren Gang zurück in die Kreisliga antreten. Wilfried Heller wurde als Nachfolger von Lothar Wemecke Jugendleiter. Das Dach des Clubheims wurde komplett saniert.

2003 setzten sich die Umbaumaßnahmen fort: Die Terrasse wurde gefliest und überdacht, zusätzlich wurde auf der Terrasse ein Imbissstand errichtet. Auf der Südseite der Platzanlage wurden 2 Wohncontainer aufgestellt. Die 2. Mannschaft stieg leider von der Kreisliga B in die Kreisliga C ab.

Im Jahr 2004 trat Robert Hanss als 1. Vorsitzender zurück. Als Nachfolger wurde Robert Nolden gewählt. Die A-Jugend wird nach überragender Saison Kreismeister und Kreispokalsieger unter Trainer Oliver von Hagen. Zusätzlich gewann das Team auch noch einen Fairnesspreis.

2005 konnte die 2. Mannschaft unter Trainer Hansi Engelhardt den Aufstieg in die Kreisliga B erreichen. Im Rahmen des l00jährigen Jubiläums wurden für alle Jugend- und Seniorenteams Turniere durchgeführt, teilweise besucht von Fußballprofis.
Die Tennisabteilung feiert ihr 40 jähriges Jubiläum.


Ergänzung der Chronik ab 2005/2006

von Jürgen Weingarten

Die Saison 2005/2006 war voller Ereignisse

Kurz vor Saisonbeginn und somit nach Ende der Wechselfrist hat der Trainer Kadim Turgut wegen Differenzen mit dem Vorstand sein Amt niedergelegt. Mit ihm hörten gleich 12 Spieler der 1. Mannschaft auf. Der Co-Trainer Helmut "Haki" Hallescheck übernahm für die Hinrunde den Trainerjob. In dieser Hinrunde standen Alte-Herren-Spieler, Spieler der 2. Mannschaft, reaktivierte Spieler und die übriggebliebenen Spieler der 1. Mannschaft gemeinsam auf dem Platz - ein sehr bunter Haufen...
Wir mühten uns, doch wir konnten gegen die anderen eingespielten Teams nur ganze 6 Punkte einfahren und sahen in der Winterpause mit 14 Punkten Rückstand zum rettenden Platz wie der sichere Absteiger aus!
Aber in der Winterpause wurden alle Kräfte mobilisiert. Wir verpflichteten mit Mattes Schmitz einen neuen Trainer, der insbesondere viel Wert auf Teamgeist legt. Dem Vorstand und dem Trainerteam - neben Mattes Schmitz noch Christoph Pietrek und Günter Flechtner als Co-Trainer - gelang es, viele neue Spieler nach Vingst zu holen.
Unser Ziel war es, mit diesen Jungs das schier Unmögliche anzugehen und den SSV Vingst 05 in der Kreisliga A zu halten. Wir erreichten sehr schnell eine gute Kameradschaft und stellten auch fußballerisch eine gute Kreisligamannschaft. Durch den eklatanten Abstand waren wir dazu verdammt, nahezu alle Spiele zu gewinnen. Wir schafften viele Siege und erreichten zum Saisonende punktgleich mit dem besten Absteiger den 13. Tabellenplatz. Nun waren wir davon abhängig, dass unser Nachbar Borussia Kalk als Tabellenzweiter in der Relegation den Aufstieg in die Bezierksliga schaffte. Zusammen fuhren wir zu den Spielen und feuerten die Kalker an. Sie schafften den Aufstieg, wir dadurch den Klassenerhalt und es gab eine große gemeinsame Feier in Kalk!!!

In der darauf folgenden Saison 2006/2007 wurden wir mit nahezu derselben Mannschaft 5. in der Kreisliga A und gewannen noch dazu den Kreispokal!

In der Saison 2007/2008 gelang souverän die Meisterschaft im Fußballkreis Köln und damit der Aufstieg in die Bezirksliga!

Für die Saison 2008/2009 hoffen wir, mit der 1. Mannschaft möglichst schnell den Klassenerhalt zu schaffen, mit der 2. Mannschaft aus der Kreisliga C in die Kreisliga B aufzusteigen und in der Jugend die Kinder nicht nur fußballerisch weiter zu bringen.